arbeitsweltORIENTIERUNG

Kleinbetriebspraktikum 29.10 - 9.11.2001
Bela Rogalla, Konditorei Trahbüchler, Sollenau 


Auszug aus dem Bericht, Punschkrapfen

Zuerst musste man natürlich den Teig für die Punschkrapfen machen. Dazu nahm man eine Mühle, in die man trockene Tortenböden hineinstopfte. Nachdem die Reste nun sehr fein gemahlen waren, leerte man sie zusammen mit drei Schöpfern Marmelade und ein wenig Rum in eine Schüssel. Diese Masse musste man sehr lange kneten bis ein fester dunkler Teig dabei entstand. Dann bestrich man einen flachen, bereits gebackenen Biskuitteig wieder mit Marmelade. Den bestrichenen Teig stellte man in einen Rahmen und trug den dunklen Teig auf. Auch darauf wurde wieder Marmelade gestrichen. Zum Schluss kam ganz oben wieder eine Lage Biskuitteig. Das stellte man dann nun ca. einen Tag mit Gewichten beschwert ins Kühlhaus. 
Am nächsten Tag schnitt man diesen Teig in viele kleine quadratische Stücke und tauchte diese Stücke mit dem oberen Teil in eine rosafarbene Glasur und ließ diese möglichst gleichmäßig an den zukünftigen Punschkrapfen herunterrinnen. Nun musste man schnell, bevor die Glasur trocken war, auf jeden Punschkrapfen eine halbe kandierte Kirsche drücken. zuletzt stellte man sie in kleine Papierförmchen. 

Landwirtschaftspraktikum 10. - 29.9.2001
Jenny Posset, Landwirtschaftlicher Betrieb Oswald, Grafendorf (Stmk.)

Auszug aus dem Bericht, Donnerstag, 27.9.2001, 11. Tag

Wir standen gegen 7.20 auf und zogen uns an und gingen frühstücken. Danach mussten wir Kartoffeln aussortieren und einsacken sowie anderes Gemüse abwiegen und in Sackerl geben. Ich musste auch noch 40 Eier in 10er Packungen legen. Als Minou und ich mit dem Gemüse fertig waren, mussten wir noch Sellerie vom Feld holen. Wir nahmen uns jeder ein Messer und fuhren mit der Scheibtruhe zum Feld, wo der Sellerie wuchs. Wir zogen mindestens 25 Sellerieknollen aus der Erde und legten sie dann in die Scheibtruhe. Dann fuhren wir nach Hause zurück und ließen die Scheibtruhe vor der Lagerhalle stehen. Jetzt mussten wir die Sellerieknollen putzen und waschen... Wir mussten auch noch viel Gemüse in Säcke geben, weil Toni heute Ausliefern fuhr. Um 12.00 Uhr gingen wir dann Mittag essen. Es gab Nudelsuppe, Schweinsbraten, Rotkraut, Kartoffeln und als Nachspeise Kaffee und Kuchen. Nach dem Essen machten wir eine kurze Pause. Am Nachmittag halfen wir den Wagen mit den Gemüsekisten zu beladen. An diesem Tag bekam auch eine Kuh ein Kalb. Es war ein kleiner Stier, der viel größer war als das andere Kalb...

Kleinbetriebspraktikum 29.10. - 9.11.2001
Olivia Salem, Maß- und Änderungsschneiderei Gabi, Wiener Neustadt
Auszug aus dem Bericht, 5. Tag


Heute war wieder Elisabeth meine Betriebsbetreuerin, weil die Chefin im Geschäft in Baden war. Zuerst saugte ich wieder den Boden unseres Arbeitsraumes. Danach zeigte mir Elisabeth, wie man eine Hose enger macht. Dies schien nicht so leicht zu sein. Sie endelte, säumte und kürzte die Hose. Nun gab Elisabeth mir eine Hose zum Säumen, wobei ich mir etwas schwer tat, da der Stoff nicht gut dafür geeignet war. Deshalb gab mir Elisabeth einen Rock, bei dem es viel leichter ging. Ich fädelte die Endelmaschine ein. Außerdem zeichnete ich die Nähte zweier Hosen ein, um diese zu kürzen. Zum Schluss trennte ich Knöpfe von einem Mantel. Heute kamen ungefähr 10 Kunden. 

Betriebspraktikum 10. Klasse 10. - 29.9.2001
Jonas Michael Petersen, DOR Ton-, Filmstudio

Betriebsbeschreibung 

Die DOR FILM ist eine der größten und besten Filproduktionsfirmen Österreichs. Hier wurden Filmgrößen produziert wie "Hinterholz 8", "Komm süßer Tod" usw. (bei Kinofilmen in Zusammenarbeit mit dem Tremens Filmtonstudio), außerdem produzieren sie laufend die Fernsehserie "Julia". Abnehmer (also Käufer) der Filme ist hauptsächlich der ORF, aber es gibt auch immer wieder Verträge mit deutschen Fernsehsendern und natürlich Eigenproduktionen wie Kinofilme oder Videos.
Die Firma besteht aus etlichen Büroarbeitsplätzen, in denen die Produktion eines Filmes organisiert wird, einem Raum fürs Casting und aus den eigentlichen Studios, in denen die Filme bearbeitet werden. Sie sind unterteilt in 4 Bildschnitträume und einen Tonschnittraum, der auch für Synchronisationen benutzt wird (Tonstudio).
Das Betriebsklima ist sehr gut (auch die Chefs werden stets mit "Du" angesprochen) und es herrscht nie Frust vor der bevorstehenden oder nach der gemachten Arbeit, auch wenn sie oft sehr öde und anstrengend sein kann.

Meine Tätigkeit
Ich habe mich am meisten auf das Theoretische konzentriert, denn die Arbeit am Computer kann nun mal nur einer machen.
Einige praktisch - interessante Dinge gibt es aber trotzdem zu bemerken:
Ich habe selber Geräusche gemacht, selber Atmosphären angelegt, und einmal habe ich einen Radiosprecher gesprochen, für die Serie "Julia".
Es hat sich sehr gelohnt und ich muss allen Organisatoren dafür danken. Ich bin sicher, dies alles hätte ich niemals in der Schule lernen können!

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Rudolf Steiner Landschule Schönau
Freie Waldorfschule
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