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Das bewegte Klassenzimmer
Das neue Konzept der Rudolf Steiner Landschule Schönau für die Unterstufe will einerseits dem Bewegungsbedürfnis der jungen Schulkinder entgegenkommen und andererseits die Lernfähigkeit durch intensive Sinnesschulung stärken.
An Stelle der üblichen Schultische haben wir niedrige Vollholz-Bänke anfertigen lassen, die zum Sitzen, Schreiben und für das Balancieren verwendet werden können. Dreht man sie um, so kann man eine schwebebalkenähnliche Konstruktion beliebig zusammenstellen. Mit Holzgranulat gefüllte bunte Polster dienen zum Sitzen und zum Spielen. Diese Kleinmöbel lassen sich auch leicht und platzsparend zur Seite räumen, um im Klassenraum viel Platz für das Seilspringen, Reigenspiele, Balancierübungen und Rollenspiele zu gewinnen.
Das Seilspringen mit langem Seil stärkt das rhythmische Empfinden, bietet Chancen zur Angstüberwindung, erfordert hohe Konzentration und fördert das soziale Miteinander. Auf spielerische Weise lernen die Kinder hier auch das Zählen in verschiedenen Fremdsprachen (Englisch, Russisch, Finnisch, Ungarisch...). Durch Balancieren und Spiele mit verbundenen Augen werden die basalen Wahrnehmungen des Tastens, des Gleichgewichts und des eigenen vitalen Befindens geschult. Diese Sinnestätigkeiten sind grundlegend für das Lesen- und Schreibenlernen sowie für das Rechnen.
Viel Zeit wird diesen Übungen jeden Morgen gegeben. Die Klassenlehrerin ist den ganzen Vormittag mit den Kindern zusammen. Einige Fachlehrer (z.B. für Eurythmie, Russisch, Handarbeit) kommen „zu Besuch“. Alle anderen Fachbereiche (wie Englisch, Malen, Rechnen, Schreiben, Formenzeichnen) werden von der Klassenlehrerin in den Schultag integriert. Der Vormittag endet mit dem Erzählen einer Geschichte.
Schwerpunkte des Modells:
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Die durchgehende Begleitung durch eine Bezugsperson schafft Geborgenheit, die wiederum Grundlage für die Entwicklung eines positiven Sozialverhaltens ist. | |
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Die Kinder lernen beweglich zu werden in unerwarteten, neuen Situationen. | |
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Die Kinder gewinnen mehr Selbstsicherheit. | |
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Die Sinne werden aktiviert und ermöglichen einen Wirklichkeitsbezug, der zum sog. „gesunden Menschenverstand“ (common sense) führt. | |
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Die Kinder lernen einander wahrzunehmen und aufeinander Rücksicht zu nehmen in gemeinsamen Bewegungsabläufen. |
Im Schuljahr 1999/2000 erprobten wir erstmalig dieses Modell. Eine erste Bilanz ergibt:
| Die Kinder haben ein sicheres Selbstgefühl entwickelt. | |
| Die Kinder lernen mit Freude das Schreiben und Rechnen. | |
| Die Kinder sind konzentrierter im Arbeitsteil des Unterrichts. | |
| Die Klassengruppe ist sozial stabil, es gibt keine Ausgrenzungen. | |
| Probleme können leichter angesprochen und behoben werden. | |
| Es gibt wesentlich
weniger Disziplinprobleme. |
Die Eltern erleben, dass
ihr Kind ausgeglichen ist und munter heimkommt.
Schwerpunkte der Klassenstufen 1-4
In dieser Zeit kommt es darauf an, das
Kind auf den Weg in die Welt zu leiten unter Berücksichtigung des elementaren
Bedürfnisses, die Innenseite der Natur, der Sprache, des Klanges und der von
den Menschen entwickelten Kulturtechniken zu erfahren. Wichtig ist dabei, dass
das Kind nicht nur Achtung und Ehrfurcht vor dem Bestehenden empfinden lernt,
sondern auch vor dem, der etwas kann. So entwickelt sich neben dem
Sich-in-der-Welt-beheimatet fühlen gleichzeitig das Bedürfnis, auch etwas zu
können und gibt dem Lernen Ziel und Motiv. Gegen Ende dieser Grundschulzeit
beginnt der Entwicklungszeitraum, in dem sich eine Distanzierung zur Umgebung
vollzieht. Neu hinzukommende Gegenstände sind im 4. Schuljahr Heimatkunde und
Naturkunde.
Das Kollegium der Unterstufe im Schuljahr 2009/2010
Broschüre:
Das bewegte Klassenzimmer im PDF-Format.
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Rudolf Steiner
Landschule Schönau
Freie Waldorfschule
A-2525 Schönau a.d. Triesting
Kirchengasse 22
Telefon: +43 2256 62181
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