Das Oberuferer Christgeburtspiel
Das Oberuferer Christgeburtspiel wird an unserer Schule, wie auch an vielen anderen Waldorfschulen, fast jedes Jahr aufgeführt - gelegentlich von LehrerInnen oder Eltern, seit 15 Jahren meist von den SchülerInnen der 9. oder 10. Klasse.

Es ist ein klassisches Hirten- und Herbergsuchspiel, das über Jahrhunderte mündlich überliefert wurde und den Charme eines alten Bauernstückes bewahrt hat. Die schlichte Frömmigkeit der Weihnachtsgeschichte mischt sich mit den fröhlichen Späßen und Hacheleien der Hirten. So macht es für die SchülerInnen und Gäste eine Tradition lebendig, die Weihnachten noch ohne Kommerz und Rummel kennt.
Einer der Dorfälteren suchte sich alljährlich im Herbst unter den jungen Burschen seine „Kompanei“, die das Stück einstudierte und schließlich in den Wirtshäusern der umliegenden Ortschaften aufführte. In dieser Zeit durften die Spieler keinen Alkohol trinken, nicht raufen und nicht schimpfen.
Das Oberuferer Weihnachtsspiel ist Teil eines Zyklus von Spielen um biblische Ereignisse, sogenannten Mysterienspiele, wie sie im Mittelalter häufig waren. Das Paradeis-Spiel, das Christgeburt-Spiel und das Dreikönig-Spielwurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Karl Julius Schröer wiederentdeckt und veröffentlicht


