HANDARBEITEN IST WEIT MEHR
ALS NUR EIN PRAKTISCHES FACH.
Handarbeiten ist weit mehr als nur ein praktisches Fach. Durch Stricken, Häkeln, Sticken, Nähen oder Filzen lernen die Kindern nicht nur die handwerklichen Fähigkeiten, sondern es werden auch Konzentration, Geduld oder Kreativität gefördert. Die Tätigkeiten mit den Händen sind eng mit der Entwicklung des Denkens verbunden. Das rhythmische Arbeiten beim Stricken oder Nähen fördert die Feinmotorik und unterstützt gleichzeitig die Konzentrationsfähigkeit.
Natürlich spielt auch die Beziehung zu natürlichen Materialien eine wichtige Rolle. Die Kinder arbeiten häufig mit Wolle, Filz oder Garn. Dabei kann ein Gefühl für Qualität, Nachhaltigkeit und den Wert handgefertigter Dinge entstehen. In unserer Zeit, in der viele Produkte schnell konsumiert und dann weggeworfen werden, lernen die Schüler:innen somit Wertschätzung für die handwerkliche Arbeit.
Außerdem spielt die soziale Komponente für uns eine wichtige Rolle. Im gemeinsamen Arbeiten helfen sich die Kinder untereindander, lernen Selbstständigkeit und erleben die Gemeinschaft. Der Unterricht verläuft oft in ruhiger, konzentrierter Atmosphäre und bietet einen Ausgleich zu den kognitiven Fächern.
Handarbeiten in der Unterstufe
Bereits im ersten Schuljahr lernen die Kinder bei uns Stricken. Begonnen wird mit Fingerstricken, wo eigene Springschnüre entstehen. Erst dann geht es weiter mit den Nadeln. Dabei entstehen Zwerge oder einfache Tiere.
Im zweiten Schuljahr wird dann gehäkelt. Dabei kann schon der erste Schal oder ein Topflappen entstehen.
Im dritten Schuljahr stricken sich die Kinder eine eigene Haube. Hierzu gehört auch das selbstständige designen dieser.
Im vierten Schuljahr wird ein Polster oder eine Tasche bestickt und im fünften Schuljahr werden Socken gestrickt. Dabei Lernen die Kinder, wie aus ihrer eigenen Hände Arbeit etwas Nützliches und Schönes entstehen kann.


